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2019
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Fokus auf Teams! Warum konzentrieren wir uns nicht mehr auf das Individum?

Die Digitalisierung und alles, was damit zusammenhängt, krempelt die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten um. Das weiss jeder. Ein ganz entscheidender Punkt bei diesem Wandel ist die stetig wachsende Interdependenz zwischen Entscheidungen. Weil so vieles miteinander verbunden und voneinander abhängig ist, wird die Welt komplexer. Wir drehen an ein oder zwei Schräubchen, und das ganze Gebilde verändert sich. Dazu kommt die wachsende Geschwindigkeit, in der Dinge geschehen. Für Einzelne wird es schwerer bis unmöglich, das ganze Bild zu sehen, wirklich zu überblicken, wo die Herausforderungen liegen und wie sie zu bewältigen sind.

Aus diesem Grund sind Teams ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. „Alltägliche Entscheidungs-, Wirkungs- und Datenrückkopplungen so schnell geworden sind, dass man mit einer zentralisierten Verantwortung, wie sie in hierarchischen Unternehmen ganz normal ist, überhaupt nicht mehr vorankommt“, meinte der Publizist Sascha Lobo in einem Interview. Wir brauchen verteilte Verantwortung und Teams, in denen unterschiedliche Fähigkeiten und Wissen zusammenkommen. Denn Diversität bei Kompetenzen und in der Art und Weise, wie wir auf die Welt blicken, erhöht die Wahrscheinlichkeit, gemeinsam den richtigen Weg zur Lösung der Probleme zu finden. „Innovationsfähigkeit hängt nicht an dem einen genialen Menschen im Unternehmen. Innovationen entstehen in der Zusammenarbeit von Menschen“, erklärt Linda Hill, Verhaltensforscherin an der Harvard Business School, die seit Jahren untersucht, wie Innovationen entstehen und welche Rolle Teams dabei spielen. „Grundlage für erfolgreiches Innovationsmanagement sind Diversität und Konflikt(fähigkeit)“, so Hill weiter. „Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten kommen zusammen, streiten über ihre Ideen und hauchen den gemeinsam erarbeiteten Ideen dann als Team Leben ein“ – das sei das Geheimnis wirklich innovativer Unternehmen.

Teams, die eigenverantwortlich und selbstbestimmt an den Herausforderungen arbeiten, übernehmen die Verantwortung für die Lösung, die sie erarbeiten. Jede/r trägt mit seiner /ihrer Arbeit zum Erfolg des Teams bei, und damit ist auch jedes Mitglied verantwortlich für den Erfolg. Das Commitment und der Wille zum Erfolg sind höher als bei Teams, die von oben delegierte Aufgaben abarbeiten. Entscheidungen werden dort getroffen, wo sie unmittelbar wirksam werden, wie Lobo das formuliert. Das schafft und stärkt ein „Wir“-Gefühl. Dieses Wir-Gefühl und die Verantwortung für das Ergebnis bewirken, dass das Team eng mit den Kunden zusammenarbeitet und deren Bedarfe und Wünsche in den Entwicklungsiterationen immer präsent hat. Regelmäßiges Nutzerfeedback stellt sicher, dass nicht an den Kundenbedürfnissen vorbei entwickelt wird. Schließlich steht das Team als Ganzes im Wort. Steve Jobs hatte schon recht: „Great things in business are never done by one person, they are done by a team of people.“

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