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2019
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Meine 3 Take-Aways vom Agile Leadership Day 2019 in Zürich

Unternehmensberater

Ich habe den Agile Leadership Day dies Jahr zum zweiten Mal besucht und er ist zu einem festen Bestandteil in meinem Kalender geworden. Der Mix aus internationalen Teilnehmern, die an Agilität und agilen Methoden interessiert und/oder erfahren sind, kombiniert mit spannenden Vorträgen zeichnet den Agile Leadership Day aus.

Meine wichtigsten Take-Aways aus persönlichen Gesprächen, Diskussionen und Vorträgen sind: 

  • Must win battles vs. die Realität in Unternehmen 
  • Die agile Bewegung hat den «tipping point» überschritten.
  • Das Experimentieren wird Teil der DNA

Must win battles vs. die Realität in Unternehmen 

Die erste Keynote fasst meine Beobachtung des letzten Jahres zusammen. Viele Unternehmen, inklusive Haufe-umantis AG, arbeiten daran, ein Unternehmen zu entwickeln, das flexibel auf Veränderungen im Markt reagieren kann. Die "must win battles" erkennt man, wenn die Unternehmen ganzheitlich betrachtet werden:

  • Geschwindigkeit
  • Innovation
  • Agilität

Was Stig Albertsen zu Recht betonte, ist, dass der Weg zur Realisierung von Agilität noch weit ist.  Allein die Veränderung zu einem bunten und verspielten Arbeitsbereich macht Organisationen nicht unbedingt agil. Die übergeordnete Frage, die er stellt ist: "Wie schaffen wir Organisationen, die attraktiv, leistungsfähig und geeignet für Menschen und eine nachhaltige Zukunft sind?" Dabei verweist er auf zwei Ansätze:

1. Managementmodell Innovation. Ändere die Arbeitsweise von Unternehmen. Experimentiere und verändere die Art und Weise, wie die Führungskräfte die Arbeit der Organisation planen, organisieren und ausführen. 

2. Humanisierung der Organisation.  Das bedeutet, dass man die Einstellung der Mitarbeiter verändert. Das Ergebnis ist eine stärkere Befähigung von Einzelpersonen und Teams. Dabei übernehmen Einzelpersonen mehr Eigenverantwortung für ihr eigenes Führungsverhalten und Organisationsleiter entwickeln ihre Einstellung sich mehr zu einer dienenden als zu einem autokratischen Führungsstil.

Die agile Bewegung hat den «tipping point» überschritten.

In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass die agile Bewegung den Wendepunkt von den frühen Anwendern (early adopters) zur frühen Mehrheit (early majority) überschritten hat.

Die ursprünglich in der Informationstechnologie (IT) populär gewordene Werte und Methoden der agilen Bewegung beginnen sich nun auch auf andere Funktionen wie Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Produktion, etc. auszudehnen.

Auf dem Agile Leadership Day 2019 wurden zahlreiche Beispiele von Agilität aus verschiedenen Branchen vorgestellt, beispielsweise aus dem Versicherung- und Bankenwesen, aus der Produktion bis hin zur IT. Diese breite Anwendung von agilen Methoden in unterschiedlichsten Bereichen ist für mich sehr faszinierend, da dadurch die von Stig Albertsen identifizierten zwei grössten Hindernisse auf dem Weg zu einer agilen Organisation ‘traditionelle Denkweise’ (1) und ‘starren Strukturen’ (2) aufgebrochen werden. 

1. Bürokratisches Führungsverhalten (33%)
2. Unternehmen, die auf Stabilität und Effizienz ausgerichtet sind (21%).

Dies leitet mich zu meinem dritten Take-Away der Veranstaltung über.

Das Experimentieren wird Teil der DNA. 

Unternehmen experimentieren mit neuen Ansätzen und Werkzeugen, um agiler zu werden. Egal, ob es sich dabei um einen anderen Ansatz zum Portfoliomanagement, OKRs oder diverse Managementkonzepte handelt, es besteht ein echtes Gefühl von "agile rush", im Gegensatz zu "gold rush", geeignet Methoden und Werkzeuge zu finden. Die Methoden sollen den Unternehmen und ihren Mitarbeitern auf dem Weg zur Agilität einen Mehrwert generieren. 

Auch wir bei der Haufe-umantis haben uns seit geraumer Zeit dem Experimentieren verschrieben und entwickeln uns kontinuierlich weiter.  Als erstes experimentierten wir mit mit unserem Managementansatz, indem wir unsere Organisation vom traditionellen Management über die Unternehmensdemokratie bis hin zum agilen Portfoliomanagement mit unserem ganz eigenen FLEAT-Ansatz weiterentwickelten. Ebenfalls unsere Produktentwicklung wird stark durch Experimente beeinflusst. 

Unser neuestes Experiment konzentriert sich darauf, einen Weg zu finden, wie sich agile Teams kontinuierlich verbessern können. Dies basiert auf dem Wunsch, unseren eigenen Teams weiterzuentwickeln und nachhaltig erfolgreich zu machen. Um den Ansatz systematischer zu gestalten, sind wir bei Haufe-umantis dabei, ein Softwaretool zu entwickeln, das den Teams die Möglichkeit gibt, sich kontinuierlich zu reflektieren und zu entscheiden, wo und wie sie sich mit geeigneten Massnahmen verbessern wollen. Es wird dabei der Ansatz von «inspect and adapt» verwendet und immer wieder überprüft, ob sich das Team auch tatsächlich entwickelt hat.

Da wir die Experimente derzeit nur intern durchführen, würden wir uns darüber freuen, wenn Teams aus diversen Unternehmen an unseren Experimenten teilnehmen würden. Wenn ihr Interesse an einem neuen Weg habt, eure agilen Einheiten kontinuierliche zu verbessern, dann würden wir uns über eine Kontaktaufnahme freuen.

Begleite uns in unserem Experiment, um agilen Teams zu helfen, sich kontinuierliche zu verbessern!


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